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stellysee - News, Kunst und Unterhaltung

30. September 2019

Die sind dann mal wech

WERBEHINWEIS: Reihenweise verschwinden Firmen von der Börse, wegen billigen Notenbankgeldes oft von intransparenten Finanzinvestoren aufgekauft - zum Nachteil der Anleger und der Volkswirtschaft: Die Entmachtung der Börse - die neue Wiwo, als eMagazin und am Kiosk 

FakeNews:politische Manipulationskampagnen nehmen zu

In immer mehr Ländern lassen sich organisierte Manipulationskampagnen in den sozialen Medien nachweisen, wie eine aktuelle Studie jetzt zeigt

Die Zahl der organisierten Desinformationskampagnen in den sozialen Medien hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Universität Oxford, über die unter anderem die New York Times berichtet hat.

Demnach missbrauchen immer mehr Regierungen und politische Parteien Social Media, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Dabei werden Techniken wie Bots, Fake-Accounts oder bezahlte „Trolle“ eingesetzt. Die Zahl der Länder, in denen solche Kampagnen beobachtet werden, habe sich in den vergangenen zwei Jahren mehr als verdoppelt und liege nun bei 70 – noch 2017 waren es lediglich 28 Länder gewesen.

Der meistgenutzte Kanal für politische Manipulationen bleibe laut der Studie Facebook – obwohl es heute mehr Social-Media-Plattformen als je zuvor gebe. Der Kanal werde in 56 Ländern für Propagandakampagnen genutzt. Weder der Staat noch die Plattform selbst tue genug, um diese Art der Desinformation zu unterbinden, so Samantha Bradshaw, eine der Autorinnen der Studie. Erst am Dienstag hatte Facebook-Kommunikationschef Nick Clegg bekanntgegeben, dass Politikeräußerungen künftig von den Community-Regeln der Plattform ausgenommen seien.

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Die Autoren der Studie halten die zunehmende Manipulation für gefährlich. Zwar sei Propaganda seit jeher Teil des politischen Diskurses. Computerbasierte Manipulation auf den sozialen Medien sei mittlerweile jedoch im Mainstream angelangt und beschränke sich nicht länger auf wenige schwarze Schafe. Die Zunahme solcher Maßnahmen stelle eine „kritische Bedrohung“ für die Demokratie dar. /pr

Filmreife Affäre

"Bully" soll Relotius-Affäre verfilmen
Nach SZ-Informationen soll der Komiker und Filmemacher Michael "Bully" Herbig die Relotius-Affäre verfilmen.Der Film soll auf dem Buch des Journalisten Juan Moreno basieren, der den Betrug des ehemaligen Spiegel-Redakteurs Claas Relotius 2018 aufgedeckt hatte.
Das Buch des freien Reporters Juan Moreno, in dem er aufgeschrieben hat, wie er dem lügenden Reporter Claas Relotius auf die Schliche kam, ist hoch eingestiegen in den Charts. Platz zwei gleich in der ersten Woche für Tausend Zeilen Lüge. Die entsprechende Bestsellerliste wird vom Spiegel gepflegt, Relotius schrieb für den Spiegel, Moreno arbeitet für den Spiegel. Man ahnt, wie groß das Potenzial an Demütigungen ist, die das Hamburger Magazin durch die Relotius-Affäre fürchten muss.
Die Rechte an Morenos Buch hatte sich die Ufa gesichert
Oft wird dieser in seiner Dimension einmalige Fall von Geschichtenfälschung mit dem Fall von Geschichtsfälschung beim Stern verglichen, mit den Hitler-Tagebüchern von 1983. Diese Affäre war damals zwar auch so aufregend, dass sie es in alle Nachrichtensendungen schaffte - fester Bestandteil des deutschen Langzeitgedächtnisses wurde sie aber erst durch den Kinofilm Schtonk!. Neun Jahre nach dem Skandal um die ersponnenen Memoiren aus dem Führerbunker nahm sich Helmut Dietl der Sache an. Sein satirischer Blick auf den Betrug und die Gesellschaft, in der er möglich war, ist großes Bildungs- und Unterhaltungskino. /sz

29. September 2019

Wird man als Lügner geboren, Herr Lentz?

»Jeder hinterlässt Spuren«

Marcus Lentz betreibt seit 1995 eine Detektei in Frankfurt. Bei seinem eindrücklichsten Fall geht es um einen Sohn, der den Kontakt zu seinen Eltern abbrach, 15 Jahre lang verschwunden war – und dann dort entdeckt wurde, wo ihn ganz bestimmt niemand erwartet hätte.

Jeder Mensch sei ein guter Lügner, sagt Marcus Lentz. 40 Detektive arbeiten für seine Detektei, nicht nur in Deutschland, sondern etwa auch in Hongkong, New York und London.

SZ-Magazin: Herr Lentz, wie wird man Detektiv?
Marcus Lentz (51): Man macht eine Ausbildung zweieinhalb Jahre lang, mit Prüfung vor der IHK.

Und was lernt man da?
Vor allem viel Rechtliches. Ein Detektiv darf sich zum Beispiel nicht als Polizist ausgeben. Und auch nicht als Pfarrer oder Arzt, Gerichtsvollzieher oder sonst ein Mensch, dem die Leute etwas anvertrauen, weil er ein berufsmäßiger Geheimnisträger ist, also eine gesetzliche Schweigepflicht hat. Ansonsten lernt man, wie man professionell observiert, wie man rechtskonform ermittelt und wie man eine Legende aufbaut.

Das heißt, Sie sind ein guter Lügner?
Jeder Mensch ist das. Wir alle lügen bis zu 100 Mal am Tag. Wenn einer behauptet, er hätte noch nie gelogen, ist das schon die erste Lüge.

Welche Legenden erschaffen Sie?
Das ist eigentlich unser Geheimnis. Aber ich kann ein paar Beispiele nennen: Ein Mensch, der vorgibt, eine leerstehende Wohnung anmieten zu wollen. Ein privater Paketzusteller. Jemand mit einer Autopanne. Eine gute Legende aufzubauen, ist gar nicht so einfach. Sie muss zu dem passen, der sie benutzen will und zu der Situation, in der sie benutzt wird. Wenn es darum geht, in einem Jugendclub zu ermitteln, schicke ich dort natürlich eher die 20-Jährige Kollegin als meinen 50-jährigen Mitarbeiter hin. Bei einer guten Legende muss man auf alle Details achten. Wenn zum Beispiel jemand vorgibt, dass gerade sein Hund im Wald entlaufen ist und er kurz telefonieren muss und hochhackige Stöckelschuhe trägt, wird das Gegenüber das vielleicht zuerst gar nicht bemerken, aber unterbewusst wird ihm irgendetwas komisch vorkommen. Er wird also bei seiner Antwort zurückhaltender sein. Gleiches gilt, wenn wir uns als Wohnungssuchende in Berlin-Neukölln ausgeben, aber eine Rolex am Arm tragen. Das passt nicht.

Was sind Ihre häufigsten Fälle?
Zu 70 Prozent beauftragen uns Firmen. Der Chef, der herausfinden will, ob sein Mitarbeiter tatsächlich krank ist oder nur so tut. Oder das Unternehmen, das dahinterkommen will, wer das Büromaterial klaut. Der Rest sind meistens die Klassiker: Untreue oder Unterhaltsbetrug.

Welcher Fall hat Ihnen am meisten bedeutet?
Das war eine Familienzusammenführung Anfang der Nullerjahre: Eltern wollten ihren Sohn wiederfinden, zu dem sie seit 15 Jahren keinen Kontakt mehr hatten. Mit 22 hatte er um die 300 000 Euro Schulden angesammelt – weil er Handyrechnungen nicht bezahlte, weil er sein Auto zu Schrott gefahren hatte, weil er hin und wieder kokste und sich gern mal einen Joint drehte. Dann verlor er auch noch seinen Job, bekam Angst und tauchte ab.

Und bei seinen Eltern hat er sich nie wieder gemeldet?
Zweimal relativ kurz nach dem Verschwinden schrieb er ihnen eine Mail von irgendeiner Wegwerf-Adresse, dass sie sich keine Sorgen machen sollen und dass es ihm gut geht. Seine Eltern antworteten natürlich, aber darauf reagierte er nicht. Das Verrückte ist, dass ein großer Teil der Schulden nach all den Jahren verjährt war, weil viele Gläubiger nie einen Mahnbescheid verschickt hatten. Und den Rest hatten die Eltern bezahlt, weil sie hofften, dass ihr Sohn dann zurückkommen würde. Doch aus lauter Scham traute er sich nicht.

Wie haben Sie den Sohn wiedergefunden?
Jeder hinterlässt Spuren. Bei ihm waren sie nach all den Jahren aber relativ kalt. Nachdem wir vielen Menschen Bilder gezeigt hatten, erinnerte sich irgendwer, dass er mit einer US-Soldatin zusammen war. Wir fanden heraus, dass er mit ihr gemeinsam mit einem Touristenvisum in die Staaten reiste. Dann fragten wir uns durch drei oder vier Bundesstaaten und waren vielleicht ein Vierteljahr unterwegs, bis wir ihn im Mittleren Westen der USA entdeckten. Er war verheiratet, hatte ein Kind, betrieb ein Diner an einer Autobahn. Er war nicht übermäßig reich, aber er führte ein gutbürgerliches, braves Leben.

Wie reagierte er, als Sie ihm sagten, dass Sie ein Detektiv sind und von seinen Eltern beauftragt wurden?
Schockiert und überrascht. Am Anfang auch etwas ablehnend, weil er sich so schämte. Außerdem hatte seine Frau keine Ahnung, was er in Deutschland für ein Leben geführt hatte. Ich glaube, da wäre jeder überfordert. Wir haben ihn erst einmal eine halbe Stunde in Ruhe gelassen und ihm dann ein Telefon geben, damit er mit seinen Eltern sprechen kann. Wir haben uns dann zurückgezogen.

Was wurde aus der Familie?
Wir haben ein Dankesschreiben bekommen, sie haben sich wohl auch alle getroffen und wiedergesehen. Aber für uns war die Angelegenheit dann erledigt. Wir sind keine Therapeuten. Was die Leute aus so einer Situation machen, ist ihre Sache.

Warum ist Ihnen der Fall so gut in Erinnerung?
Weil es einer der wenigen Personensuchen war, die gut ausging. Die Wahrscheinlichkeit, dass man jemanden wiederfindet, liegt bei 50 Prozent. Oft sind die Menschen tot, komplett abgetaucht oder reagieren völlig ablehnend. Dann dürfen wir auch keine Daten herausgeben. Was die Leute oft falsch verstehen: Wir werden nicht für das Ergebnis, sondern für unsere Bemühungen bezahlt.

Wie oft suchen Sie nach verschwundenen Menschen?
Vielleicht ein oder zwei Mal im Jahr. Das ist auch eine Kostenfrage – so eine Suche ist aufwendig, also teuer. Selbst wenn alles sofort funktioniert, kostet sie wenigstens 10 000 Euro. Bei dem Fall waren es etwa 65 000 Euro. Für die Familie war das viel Geld, sie waren selbstständige Handwerker kurz vor der Rente. Aber wir haben eben unsere Tricks und Kniffe, die wir uns bezahlen lassen – etwa unsere Kontakte bei der US-Army./sz

Nächste Woche im Heft
Sascha Lobo, Blogger und Buchautor, hat sich mit dieser bizarren und zugleich faszinierenden neuen Welt so tiefgründig beschäftigt wie kaum jemand sonst. Deshalb haben wir anlässlich des Erscheinens seines neuen Buchs „Realitätsschock“ mit ihm über die unterschiedlichen Facetten der neuen Normalität gesprochen.

Verkleidungskünstler: Eine Mode-Designerin entwirft Kleidung, die Gesichtserkennungssoftware verwirren und dadurch die Privatsphäre schützen soll.

EinBlicke ins Erdreich

Der Künstler erhebt sich nicht über die Welt, er legt sich mitten hinein, mitten in eine Wiese mit Löwenzahn, Schafgarbe, Ehrenpreis, mit Grashalmen, die in der Nase kitzeln. Lange vor Franz Kafka hat der Renaissancemaler Albrecht Dürer (1471-1528) die Käferperspektive zu seiner eigenen gemacht. Er taucht ein in die Sphäre des Übersehenen, und fast könnte man meinen, er habe für sein berühmtes Rasenstück den Halmen beim Wachsen zuschauen wollen.

Dürers Blick geht so tief, dass er unter die Erde dringt und auch hier, gewissermaßen im Schmutz der Existenz, nach dem Ausschau hält, was bildwürdig sein könnte.

Christof Metzger, der die Ausstellung im Wiener Albertina kuratiert hat, denkt nicht, dass es sich hier nur um Studien oder Vorzeichnungen für spätere Bildvorhaben gehandelt habe. Viel zu aufwendig sei die Ausführung, viel zu üppig der Detailreichtum.

Dürers Flugblätter können noch bis 6. Januar 2020 observiert werden.

28. September 2019

TV-Tipp:Suche weiblichen Nachwuchs

Am Montag startet auf YouTube "Die Rekrutinnen". Die Truppe wirbt mit einer neuen Webserie um weiblichen Nachwuchs. Anstelle Frauen an die Macht heisst es jetzt, Frauen an die Waffeln. Es wird geknetet, gebaken und geschruppt. Für die Show kann sich jede Frau ab 18 Jahren carsten lassen.
Insgesamt gibt es 63 Episoden der neuen Staffel, die je montags bis donnerstags um 17 Uhr online gehen. Das Gesamtbudget für Kampagne beträgt 7 Millionen Euro brutto. /hinternhorizontgehtsweiter

Thema: Berliner Republick

Oldtimer bleiben auch künftig von Fahrverboten wegen Stickoxid-Grenzwertüberschreitungen verschont. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/12897) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (19/12403) hervor.

Komische "Kleine Anfrage"
Wie sich die Zahl der Schwarzfahrer bei der Deutschen Bahn AG in den letzten fünf Jahren entwickelt hat, möchte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wissen. In einer Kleinen Anfrage (19/13278) erkundigen sich die Abgeordneten zudem bei der Bundesregierung, in wie vielen Fällen die DB AG Inkassounternehmen beauftragt hat, "um das erhöhte Beförderungsentgelt einzufordern".

Die Verschärfung des NetzDG ist "längst überfällig", schreiben Renate Künast und Konstantin von Notz in einem "Handelsblatt"-Gastbeitrag. Die Grünen-Politiker fordern ein einheitliches Verfahren zur Löschung von beleidigenden Inhalten im Netz.

Sehenswert: Ein Jahr danach bleiben offene Fragen (ZDF)

Zeitchef erklärt politische Sozialisation

"Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo lobt die Diversität seiner Redaktion in Geschlecht und Herkunft, beklagt aber "eine gewisse Homogenität der politischen Sozialisation" gerade "unter jungen Kolleginnen und Kollegen"./standard

26. September 2019

Im Handel ist der Teufel los

Amazon hat erstmals einen Markenhersteller als Partner für eine Modelinie gefunden. Gemeinsam bringen Amazon Fashion und Puma die Marke "Carée Of by Puma" auf den Markt, die exklusiv bei Amazon Fashion erhältlich ist. Sie umfasst Artikel für Männer und Frauen. Dazu gehören Sneakers, Leggings, Shirts, Hoodies, Jacken und Accessoires in verschiedenen Farben./fash

Karstadt Sports: Der Handelskonzern Galeria Karstadt Kaufhof eröffnet gleich fünf neue Filialen. In Bonn, Frankfurt, Heidelberg, Wiesbaden und Lübeck wird gezielt in das nach eigenen Angaben Wachstumsfeld Sport investiert. Die meisten der Standorte haben bereits eine Historie als Sporthäuser und entsprechend ausgebildete Teams vor Ort./naad

Walmart: Kunden, die sich für Käsescheiben von Markenartikler Kraft Heinz interessieren, können mit ihrem Smartphone einen Rabattcoupon und Rezeptvorschläge erhalten, wenn sie das Gerät in die Nähe der Verpackung halten. Dabei wird nicht auf einen QR- oder Barcode gesetzt. Genutzt wird der NFC-Chip des Smartphones./mobil

Augmented Reality: Mit der Juni-Ausgabe hat die US-Ausgabe des Magazins "InStyle" damit begonnen, QR-Codes abzudrucken, mit denen die Leser zu virtuellen Anproben ausgewählter Produkte gelangen. Mittels Augmented Reeality kann so ausprobiert werden, was Redakteure empfehlen. Bei Gefallen gibt es auch eine direkte Kaufoption./thed

Mattel, Erfinder von Barbie, hat nun die erste geschlechtsneutrale Puppe in sechs verschiedenen Hauttönen auf den Markt gebracht. Mattels "Creatable World"-" Barbie"-Puppen werden mit Perücken und verschiedenen Outfits geliefert. Kinder können traditioneller "männliche" und "weibliche" Kleidung kombinieren. Die Puppen wurden in Absprache mit einem Kinderarzt anatomisch so gestaltet, dass sie geschlechtsneutral sind. Sie kosten knapp 40 Euro.

Die jüngste Fehde zwischen Aldi und Lidl hat im vergangenen Monat die Social-Media-Gemeinde erheitert. Aldi konnte mit seinem Rap-Video, in dem sich der Discounter als "Erfinder von Günstig" inszeniert, vor allem auf Youtube von dem Battle profitieren. Bis heute kommt das Rap-Video auf knapp fünf Millionen Views allein auf Youtube.

MyMuesli setzte am 21. September zum Weltmüslitag in einer Social-Media-Kampagne auf Vielfalt und wollte die längste Müslilöffel-Kette der Welt kreieren. Für die Aktion gaben 100 Hoppelchen ihren Löffel an Kasse ab und bekamen dafür ein auf sie abgestimmtes Müslifrühstück.

Aldi rapt zum Aldi Preis

Die jüngste Fehde zwischen Aldi und Lidl hat im vergangenen Monat die Social-Media-Gemeinde erheitert. Aldi konnte mit seinem Rap-Video, in dem sich der Discounter als "Erfinder von Günstig" inszeniert, vor allem auf Youtube von dem Battle profitieren. Der Discounter landet mit dem Clip in den Youtube-Werbecharts im August ganz vorne. Bis heute kommt das Rap-Video auf knapp fünf Millionen Views allein auf Youtube. /sbs

Meinung:Phänomen Thunberg

Maggy vom BloG


Anmerkung der Redaktion
Wir verschieben Meinung eines Lesers auf Seite 3

Digitale Sprechstunde

Viel hilft viel – oder etwa nicht? Wenn Ärzte mehr machen als nötig, kann das ein genauso doof sein, wie wenn nix unternommen wird. Doch wie schützt man sich vor sinnlosen Diagnosen, fragt Psychologe Dr. Robert Einfachgestrickt.

ZEIT DOCTOR diskutiert heute mit namhaften Expert*innen in der ZEIT DOCTOR Sprechstunde - stiftung-gesundheitswissen:

War Jesus ein Heiland oder eher ein Mann mit narzistischer Persönlichkeitsstörung auf der Suche nach Liebe und Anerkennung? Warum Masken von Sexualität besser zum Leipziger Allerlei passen und warum Menschen einfach aus ihrem Leben verschwinden.

Gute Nachrichten zumersten

Hallo, guten Morgen und einen Gruß aus Kitchen von unserem Kollegen Ekki, er hat für euch in Presse heute früh geschaut.

Wunderbare Nachrichten für die knapp 5000 Beschäftigten von Condor: Der Bund und das Land Hessen unterstützen die Tochter des insolventen Tourismuskonzerns Thomas Cook mit einem Überbrückungskredit von 380 Millionen Euro. Der steht allerdings noch unter Vorbehalt der EU-Kommission. Wirtschaftsminister Peter Altmaier ist zuversichtlich, dass Condor überlebt und das Geld zurückzahlen kann.

Facebooks Währungsprojekt ist jetzt Thema im Digitalausschuss des Bundestages. Die Experten sehen in Libra enormes Potenzial, warnen aber auch vor Risiken.

Wie stehen die Deutschen zu Roboter-OPs und Organen per 3D-Druck? Die Unternehmensberatung Bearing Point hat die Akzeptanz moderner Gesundheitstechnologien untersucht. Die Mehrheit hält demnach ihre Daten für schlecht geschützt – und wünscht sich trotzdem eine elektronische Gesundheitsakte.

Die Bundespolitik sucht nach Wegen, Kommunen an den Erträgen von Windparks zu beteiligen. Ein erster Anlauf über die Grundsteuer-Reform läuft aber ins Leere. Der Finanzminister will aber noch nachbessern.

Das „Recht auf Vergessenwerden“ kann nur auf Informationen auf europäischen Domains wie .eu, .de oder etwa .fr angewandt werden, das entschied nun der Europäische Gerichtshof. Er dämpft damit womöglich Hoffnungen, dass US-Tech-Konzerne zur weltweiten Anwendung von EU-Regeln gezwungen werden können. 

Fahrlehrer drängen nun auf eine reus Prüfungsänderung  - denn wer eine Prüfung mit dem Automatikwagen macht, soll auch Autos mit Schaltgetriebe fahren können. Verkehrsminister Andreas Scheuer hofft gar, so die Elektromobilität fördern zu können.

25. September 2019

Was für ein Tag

In Peking wurde jetzt der größte Flughafen der Welt eröffnet, also genauer gesagt liegt er 50 Kilometer von der Stadt entfernt, und sieht aus wie ein riesiger Seestern. Aber was sind schon solche räumlichen Distanzen heutzutage – Boris Johnson war auch noch in Manhattan, als er erfuhr, dass der Supreme Court in London dem britischen Parlament wieder erlaubt zu parlamentieren. Und was macht das berühmteste “glückliche junge Mädchen” heute? Es freut sich über den Alternativen Nobelpreis, den es verliehen bekommt, während der Mann, von dem diese Beschreibung kommt, jetzt vielleicht doch noch ein Amtsenthebungsverfahren bekommt. Und dann kommt da noch ein Herr Tilack und verarscht uns mit einer Fotomontage. 

Jetzt verabschieden wir uns - das gesamte Team - für heute von allen Lesern. 
Schönen FeierAbend
wünscht 

stellyseeblogspot-Team


#Mit dem Brennstoffzellen betriebenen Citybot könnten die Stadtfahrten künftig fast jedem gefallen. 

Auch Schweine sind nix mehr wert

Ein Kilo Rindfleisch für vier Euro: Gibt es, wie ein Besuch in der Notschlachterei König zeigt. Ist Fleisch von Unfalltieren nur was für Geizige oder ungeahnt nachhaltig?
"Du bist böse", sagt Birgit König zu der Frau mit dem roten Tuch um den Kopf, die in der Schlange wartet. "Ich weiß doch, dass du gerade schon mal da warst!" Ein Mann, der an der Eingangstür lehnt, lacht in sich hinein: "Ja, die Frau hat gerade draußen ihr Kopftuch gewechselt. Vorher war es blau." Viel zu kaufen gibt es aber sowieso nicht mehr in der Fleischerei, in der Birgit König an der Bedientheke steht. Die Auslage ist fast leer. Auf den Metalltabletts glänzt das Fett. Nur links in der Ecke liegen noch ein paar einsame Schweineschwarten und dunkle Dekotrauben aus Plastik.

Verkehrswende:Paris testet „fliegende“ Wassertaxis

Für Croissants, den Eiffelturm, aber auch für verstopfte Straßen ist Paris bekannt. Nun testet die französische Hauptstadt „fliegende“ Wassertaxis als Konsequenz für ihren innerstädtischen Verkehrsinfakt.

Im Kampf gegen verstopfte Straßen testet die Stadt Paris momentan „fliegende“ Wassertaxis (Video). Die sogenannten Sea Bubbles sind noch bis Ende der Woche auf der Seine unterwegs. Ab dem kommenden Frühjahr könnten die Wasserflitzer in der französischen Hauptstadt einsatzbereit sein. Die Sea Bubbles ( „Seeblasen“) sind kleine weiße Boote, die dem Fahrer und bis zu vier Passagieren Platz bieten. Sie „schweben“ beim Fahren bis zu einen halben Meter über dem Wasser und erreichen bis zu 30 Stundenkilometer Geschwindigkeit. Dank ihrer Elektromotoren sind sie weitgehend lautlos. 

Alles in besten Händen wissend

Krankenkasse: Wichtige medizinische Algorithmen sollten allen gehören

In guten Händen wissend (DSB)
So symbolisiert die Techniker Krankenkasse Künstliche Intelligenz. => Die Gesundheitsversorgung ist prädestiniert dafür, Techniken der Künstlichen Intelligenz einzusetzen. In der Medizin gehe es vor allem um die Mustererkennung, erklärte Alexander Schellinger, Entwicklungsleiter bei der Techniker Krankenkasse, auf dem Symposium "Chancen und Risiken für den datenschutzgerechten Einsatz von Künstlicher Intelligenz" des Bundesdatenschutzbeauftragten in Berlin. Röntgenbilder, Ultraschallbefunde, EKG, Endoskopie, Gesichtsbilder oder Vitalparameter stellten Anwendungsfelder da, bei denen Algorithmen oft schon "mindestens genauso gut sind wie erfahrene Experten". /se

Kreta von Cook-Pleite hart getroffen

Am Strand von Sitia auf der griechischen Insel Kreta: Bis vor kurzem war es hier so wie es aussah: paradiesisch schön. Verliebte schmierten sich gegenseitig Rücken und Arme ein, am Abend wurde Feuer für pure Strand-Romantik entzündet und Körper verschmelzen sich zu einem Klumpen.
Jetzt - nach der Cook-Pleite ist alles anders. Hotelangestellte Anna Koukaki meint: "Ja, das war das Erdbeben und jetzt kommt der Tsunami."
Hunderte, die hier in Sitia bei Thomas Cook angestellt waren, bangen um ihre Zukunft. Niemand weiß etwas. An genaue Informationen kommt man nicht heran.

Große Auszeichnung für kleines Mädchen

Die einen werden vom Thron gestoßen, die anderen aufgesetzt. Ja, Greta Thunberg hat es mit ihrer Botschaft geschafft. Die 16-Jährige Schwedin erhält den alternativen Nobelpreis für ihren Kampf fürs Klima. Dotiert mit 94 000 Euro. Außerdem werden eine Chinesin, ein Südamerikaner und ein Afrikaner für ihre Verdienste als Umweltaktivisten ausgepreist.
Die Verleihung findet am 4.12.2019 in Stockholm statt. Da Barak Obama, selbst Träger des Friedensnobelpreises, Greta als seine Teampartnerin bezeichnet, ist zu erwarten, dass Greta auch diese Auszeichnung noch dieses Jahr von schwedischer Jury  bekommt.
Wenn sie wissen möchten, wer für die junge Aktivistin auf dem Thron den Platz geräumt hat, sie ahnen es bereits. Na dann ... der Worte sind genug gesagt. Die Blätter wehen von den Bäumen und the last step to godfrienz not far away. /sbs

Das gibts doch nicht

Stockfoto-Firma veröffentlicht 100 000 KI-Gesichter, die es gar nicht gibt

Stockfotos mit Menschen haben einen Nachteil: Sie zeigen eben echte Menschen. Deren Rechte müssen abgeklärt sein, damit es später keine Probleme mit den Werbefotos gibt. Die Firma Icons8 hatte da eine Idee: Warum die Gesichter nicht einfach mit einem Algorithmus erschaffen? Schließlich ist Künstliche Intelligenz (KI) heute soweit, dass sie überzeugende Ergebnisse abliefern kann. Zum Start hat Icons8 nun 100 000 KI-Porträts veröffentlicht – 100 000 Menschen, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Probleme mit Urheberrechten sind daher nicht zu befürchten. Sie zeigen die Personen in allen Varianten, selbstküssend, die Liebe nachtragend, suchend, hungrig - echte Gesichtsausdrücke von programmierten Algorythmen. /se

Reisende Influencer auf dem Egotrip

Die Arbeit am Ich legt man auf Reisen nicht einfach ab, selbst dann nicht, wenn Tausende Urlauber das gleiche Ziel haben․ Für einige geht es dann erst richtig los – zum Leidwesen der Einheimischen․ /faz

24. September 2019

Oben ohne immer beliebter

Die meisten Arbeitnehmer in Deutschland haben einer neuen Studie zufolge keine Lust auf Führungsverantwortung. Nur sieben Prozent der Mitarbeiter in Deutschland möchten in den kommenden fünf bis zehn Jahren eine Führungsposition übernehmen. Das ergab eine Umfrage der Boston Consulting Group (BCG) unter zufällig 5000 rausgewählten Leuten. „Eine Rolle im Management scheint hierzulande unattraktiv zu sein“, sagte BCG-Berater und Studien-Autor Nico Hunke gegenüber dpa.
Als Gründe dafür glauben  Psychologen an die satte Jugend mit Silberblick. Schuld seien oftmals die Eltern als abschreckendes Beispiel. Sie hätten selbst auf viele Dinge während des Berufslebens auf der Karriereleiter verzichten müssen, so das Urteil von Jugendlichen. Sie machTen lieber Löffelspielchen im überschaubaren, dafür äußerst temperamentvollem Freundeskreis. Das bringe mehr Freude als die paar Kröten mehr am Ende vom Monat bei wesentlich mehr Moloche.
Und wer wie befragter Lutz Joob an Höhenangst leidet, "der sollte das Klettern auf Karriereleiter sowieso besser lassen", so ein Psychologe weiter. "Auch Flugstunden zum Abtrainieren helfen meist nicht beim Weiterkommen. Und auch ein Trainingsflug bei der NASA taugen nix." Die Leute laufen irgendwann (allen) davon. Für die käme höchsten mittleres Management in Frage, "da dürfen sie sich ein bisschen dreckig machen ohne Gesichtsverlust zu riskieren". Psychologe rät, mit denen zusammen keinen Katamaran zu betreten, um über Ozean zu segeln. Den Trip überlebte keiner.
Als weiteren Grund nennen die Experten schlechtes Image der BigPlayer. Unternehmensnamen haben keine Bedeutung mehr für die Jugend. Sie glauben an eigene berufliche Zukunft im Internet. Das werde künftig die große "Kohle" verdient.
#Wir observieren diese schöne Szene für Sie weiter.

23. September 2019

Subscribe with Google

Der Tagesspiegel bietet nun auch die Option, Abonnements für digitale Produkte über "Subscribe with Google" abzuschließen. Das Angebot bezieht sich zunächst auf den Berlin-Newsletter "Tagesspiegel Checkpoint".

Mehr als nur ein TV-Spot

Die TV-Werbung geht künftig neue Wege. 
Hier die fünf wichtigsten Trends, um die Buhlschaft von (Werbe-)Kunden

1. Der neue Erfolgsfaktor wird der Customer Lifetime Value
2. Placement Deals gewinnen an Fahrt
3. Neue kreative Wege für Werbeeinblendungen

4. Frau Content und Herr Commerce werden heiraten
5. Marken locken mit Zugang zu Serien?


DER AUTOR: Ari Lewine ist Co-Founder und Chief Strategy Rauter Officer beim NewYorker  TripleLift, der weltweit größten Native Advertising Plattform. Er ist verantwortlich für die Ausrichtung des Unternehmens in den Bereichen Vertrieb, Strategie und Produktinnovationen. Ari Lewine schreibt für Branchenpublikationen wie The Wall Street Journal und AdAge.
Die ganze Story lesen Sie kostenpflichtig bei  /horizont
Wow - und Burda ist der erste Kunde in Deutschland.

Verführungskünstler und Seelenfänger

Das Influencer-Marketing wird für Unternehmen immer wichtiger. Gerade Jugendliche lassen sich auf den digitalen Plattformen leicht locken. Denn es geht nicht mehr nur noch um Reichweite.

Kinder und Jugendliche lassen sich häufig besonders leicht beeinflussen. Das wissen auch „Influencer“, die Stars aus sozialen Medien und Internet. Über Videos auf Youtube, Fotos auf Instagram oder Einträge in eigenen Internet-Blogs prägen sie den Alltag, die Wünsche und Sehnsüchte ihrer oft noch sehr jungen Anhänger. 
Sie lassen diese an ihrem Leben teilhaben, geben Essens- und Schminktipps und zeigen sich in allen erdenklichen Lebenslagen. Die Zahlen sprechen für sich: Die Amerikanerin Kylie Jenner hat es mit 22 Jahren und 146 Millionen Followern auf Instagram zur jüngsten Selfmade-Milliardärin der Welt gebracht. Der bekannteste Youtuber dürfte mit gut 100 Millionen Abonnenten der 29 Jahre alte Schwede Felix Kjellberg („PewDiePie“) sein.


DNA Forschung

35 Prozent Engländer: Millionen Menschen betreiben DNA-Ahnenforschung
Mit DNA-Analysen kann man Krankheiten erkennen, Mörder fassen und seinen Vater finden. Immer mehr Menschen nutzen sie auch, um ihrer Abstammung nachzugehen. /bq

Verkaufschlager:Wertpapier

Wie verkauft man am besten Wertpapiere als Marketinger, fragen wir Svenja J. Kork, Chefin einer der größten Werbeagenturen innerhalb Schengenzone. Sie baut auf Liebesfilme. Hier ihre Antwort.

"Wir schaffen Bilder, bei denen man den Absender am Anfang nicht gleich riechen kann. Der Zuschauer darf nicht von der ersten Sekunde an wissen, was gleich kommt. Nur wenn der Zuschauer offenbleibt, können wir neue Zielgruppen erreichen. Bei den Spots haben wir bei der Pointe des Films die Produktaussage integriert, also beim dramatischen Höhepunkt – und nicht einfach hinter das Logo geklatscht. So kommt die Werbeaussage beim Zuschauer an."

Und das ist bei dem Liebesfilm anders als bei Spots mit Kernaussage?
"Ja. Wir täuschen ihre menschlichen Sinne beim Thema Liebe viel leichter."

Und dann kaufe ich Ihr Produkt?
Ja.
Wir werden auch Zweifler wie sie über zeugen

Aber sollte mich nicht Ihr Produkt anstelle ein schön inszenierter Kuss über zeugen?
"Es ist wohl wie bei einer guten aufgewärmten Ehe. Die Rezeptur von Produkt EHE stimmt und reift mit Zeit zu perfekt. Vergleichbar mit Langzeitwirkung von Finanzprodukten."

Aber Sie haben doch einen Höhepunkt versprochen?
"Versprochen, den gibts und findet im fernen Aus land statt. Wir Werber halten immer, was wir versprechen. Nur mit einem A-ha-Effekt."

Vielen Dank für Unterhaltung.
(Die Fragen stellte Herr Infinne T. Bums.)

Randnotiz im Automobil-Tanker

Europäische Autohersteller warnen vor wirtschaftlichem „Erdbeben“ als Folge von Brexit: Für den Fall, dass sich die EU mit den Briten nicht einigt, sehen sie ein düsteres Szenario auf ihre Branche zukommen.

Für Sie sagt alaaf

Die Chefredakteurin Sabine Bartels unterzieht "Für Sie" einem Rebrush, das Heft soll "mehr Tiefgang" bekommen. Es legt um zwölf Seiten zu, u.a. für längere Hintergrundberichte und meinungsstärkere Kolumnen. Das nennt man wohl Eskapismus.  /tur

Reisender Pleitegeier streicht alle Flüge

Der Touristikkonzern Thomas Cook hat nach Angaben der britischen Behörden das Geschäft eingestellt. Alle Flüge seien daher gestrichen worden, teilte die britische Flugbehörde in der Nacht auf Montag mit. Man starte eine Rückholaktion für Urlauber.
Der britische Außenminister Dominic Raab betonte, dass keine Urlauber im Ausland sitzen bleiben. BBC-Berichten zufolge wurden in einem Hotel in Tunesien rund 40 Urlauber an der Abreise gehindert, weil das Resort befürchte, Thomas Cook könne offene Rechnungen nicht begleichen. 

Moderne Arbeitswelt

Vermeintlich angestaubte Werte wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Organisation sind in Zeiten von flexiblem und ortsunabhängigem Arbeiten aktueller denn je.
Dies geht aus einer Studie von Stepstone unter 14 000 Nutzern hervor. 82 Prozent halten Organisationsfähigkeit und 72 Prozent Zeitmanagement für besonders wichtig, um im Team erfolgreich zu sein.
Und da der Chefmanager Vorbild sein möchte, kommt er erst mal zu spät, legt die Füße auf den Tisch, bittet den Barbier ins Zimmer und last sich seinen Bart abnehmen. Danach bittet er die Assistentin die Pferde satteln zu lassen, er und sie würden jetzt ausreiten. Assi schluckt, macht was ihr befohlen. Den Rest von Arbeit erledigen die Zurückgebliebenen. Gelungenes Beispiel für Orgageschick und perfektes Time-Management in flachen Hierarchien. 


MEHR ZUM THEMA:

22. September 2019

Was macht SF mit Hirn?

Egal ob Jeff Bezos oder Elon Musk: Viele Silicon-Valley-Unternehmer sind begeisterte Science-Fiction Fans. Kein Wunder: Romane, Serien und Filme sind nicht nur gut für Unterhaltung und Zerstreuung. Warum Science-Fiction die Kreativität fördert, darüber sprechen Jenny Fadranski und Daniel Rettig in einer neuen Folge des ada-Podcasts.  / Podcast hören    

Ärger mit Lindenstraße

Mit dem Ende der "Lindenstraße" im kommenden Jahr verlieren auch viele Mitarbeiter bei der zuständigen Produktionsfirma ihren Job. Der Versuch, sich dagegen mit Klagen vor dem Arbeitsgericht zu wehren, blieb in 1. Instanz erfolglos.
Mehr als 34 Jahre wird die "Lindenstraße" auf Sendung in ARD gewesen sein, wenn im Frühjahr kommenden Jahres die letzte Folge über den Bildschirm flimmert. Den Verlust dieses großen Produktionsauftrags bekommt natürlich auch die Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion zu spüren, die deswegen Beschäftigte kündigt. Elf Mitarbeiter sind deshalb vor das Kölner Arbeitsgericht gezogen, weil sie die ausgesprochenen Kündigungen für unrechtmäßig halten. Sie verwiesen dabei darauf, dass die Produktionsfirma im kommenden Jahr eine andere Serie produzieren werde. Tatsächlich hat Sky bei Geißendörfer "Souls" in Auftrag gegeben. 


21. September 2019

Sinn und Unsinn von Kommunikation

Purpose, die Frage was Unternehmen treibt - ist das neues Denken oder nur ein Marketingtrick?
Die Konsumwirtschaft ist wieder mal in der Kritik: Mit Klimakrise und wachsendem gesellschaftlichem Bewußtsein für nachhaltiges Wirtschaften gibt es kein „weiter so“. Unternehmensbosse reagieren mit (digitalem) Storytelling: Sie erzählen von ihrem eigentliches Anliegen (mit ihren Produkten die Welt zu verbessern). 

Aha, OK. Nachhaltigkeit ist also auch bei den Bossen ein Thema.
Auch die Meaningful Brands Studie der Havas Group untersuchte erstmals weltweit die Auswirkung von Marken auf das Wohlbefinden der Konsumenten auf Basis von zwölf verschiedenen Bereichen (Gesundheit, Beziehungen, finanzielle Situation...).
Ergebnis: Die Konsumenten erwarten, dass Unternehmen und Marken Verantwortung übernehmen und eine klare Position beziehen.
Dabei isst klar: Über die Hälfte des von Marken produzierten Contents ist unwirksam.

Gehts also überhaupt noch, fragen wir uns. Sobald höchste Rendite und Zahlenspiele unternehmerisches Gedankengut lenken? Ein Widerspruch in sich? Kein Korrektiv in Nähe, dass dem Boss Kontra gibt und ihm zum Nachdenken auffordert.
Was glauben Sie, lässt sich Rendite und GlaubwürdigeGeschichte unter eine Mütze packen oder erzählen die Bosse bloss das, was sie glauben, müsste gut für Rest von Welt sein können.
Nutzen Sie Kommentar- Funktion.

Erfolgs-Rezept: Anordnung und Gestalt

Der Einfluss der Speisekarte auf den Gast ist enorm. Um ihre optimale Gestaltung kümmern sich heute Profis wie der US-Amerikaner Greggor Rapp. Restaurants verspricht er ein Umsatzplus von 1000 Dollar pro Monat. /sz

Funny Vögel-Watching

Ein neues Format erobert die Privathaushalte und nennt sich ParkplatzPoor'n. Auf Rastplätzen trifft sich dabei regelmäßig eine ClubberSzene zum Vögeln-Watching. Gefüttert wird mit Hipp ster Nahrungsmittel-Ergänzung. Den Flattermännern gefällt's. /zta

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Beschäftigte werden hippelikk

Bild kämpft gegen Auflagen Verluste (Absatz rauscht nach unten) und flaues Werbegeschäft. Digitales kann die Verluste nicht auffangen. Der Boss dieser Boulevard Zeitung liebt bekanntermaßen eh mehr seine Springer-Welt als Bild. Das bekommen jetzt auch Beschäftigte zu spüren. In einem jetzt veröffentlichten SZ-Interview hat Springer-Chef Mathias Döpfner von einem "großen Schnitt" gesprochen. Etwa 200 Stellen könnten wegfallen, wollen Mitarbeiter wissen. "Wir werden jede Rampensau überprüfen, um unser Blatt zu retten", sagt einer - der weder fotografiert noch namentlich genannt werden will. Schnitte wie diese werde er und Kollegen niemals akzeptieren. "Wir sind Bild, wir haben das Blatt groß gemacht." Bevor sie gingen, würden Köpfe in feudaler Chefetage rollen. /sbs

20. September 2019

Fußball-EM 2024 läuft wohl auf Magenta TV

Deutsche Telekom schnappt ARD und ZDF die Fußball-Übertragungsrechte weg
Bei Fußball-Weltmeisterschaften und Europameisterschaften ist es in Deutschland Tradition, dass die Spiele auf ARD und ZDF zu sehen sind. Die Fußball-EM 2024 könnte erstmals ohne die öffentlich-rechtlichen Sender stattfinden. Medienberichten zufolge hat sich die Deutsche Telekom die Live-Rechte an allen 51 Spielen gesichert.
Eine offizielle Bestätigung dazu gibt es bislang nicht. "Kein Kommentar", heißt es bei der Deutschen Telekom. Informationen von HORIZONT Online zufolge entsprechen die Berichte von FAZ und Bild den Tatsachen. Wie HORIZONT Online erfuhr, hat sich die Telekom mit Europäischen Fußball-Verband (Uefa) bereits auf den Rechtedeal geeinigt. Dass sich der Konzern dazu (noch) nicht äußert, könnte daran liegen, dass die Verträge noch nicht unterschrieben sind. Dies soll dem Vernehmen nach in der kommenden Woche über die Bühne gehen. 

Amazon startet hierzulande Influencer-Programm

Der US-amerikanische Handelsriese setzt jetzt ebenfalls auf Influencer. In Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien können Social-Media-Stars ab sofort über eine eigene Amazon-Landingpage Produkte verkaufen und erhalten dafür eine Provision. 
Der Online-Riese Amazon lanciert sein Influencer-Programm auch auf einigen EU-Marktplätzen und ist somit in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien verfügbar. Das E-Commerce-Nachrichtenportal "Wortfilter.de" berichtete als erstes über die Änderungen. Zuvor hatte der Online-Händler das Projekt in den USA getestet. 
Über die Amazon.com-Seite können Social-Media-Stars sich mit ihrem Amazon-Profil bei dem Influencer-Programm anmelden. Dank einer eigenen Landingpage (Webseite, auf die man durch Anklicken einer Werbeanzeige im Internet oder eines per E-Mail versendeten Links gelangt) bei dem Online-Händler können sie anschließend über selbst erstellte Produktlisten Follower dazu animieren, die von ihnen empfohlenen Artikel zu kaufen.
Im Gegenzug erhalten die Amazon-Influencer eine Provision gutgeschrieben. Diese beträgt je nach Produktkategorie bis zu zwölf Prozent. So erhalten sie etwa eine Provision in Höhe von sieben Prozent für Babyartikel, Lebensmittel oder Kosmetikprodukte. Beworben werden die Artikel über die Social-Media-Accounts der Influencer. (lis)

Google investiert in erneuerbare Energien

Google investiert zwei Milliarden Dollar in erneuerbare Energien

Am heutigen Freitag fand der globale Klimastreik in über 150 Ländern statt. Die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz werden damit besonders in den Fokus gerückt. Passend dazu hat der US-Konzern Google angekündigt, kräftig in erneuerbare Energien investieren zu wollen. Konkret wolle der Konzern mehr als zwei Milliarden US-Dollar in neue Infrastrukturen für erneuerbare Energien in den Vereinigten Staaten, Südamerika und Europa pumpen. 

Das Paket umfasse 18 neue Energieverträge im Bereich Wind- und Solarenergie. Damit wachse das weltweite Portfolio an erneuerbaren Energien um 40 Prozent. 5500 Megawatt bezieht Google damit künftig aus Wind- und Solarenergie.

Das sei das Äquivalent zu einer Million Solar-Dächern. „Sobald diese Projekte laufen, wird unser CO2-freies Energieportfolio mehr Strom erzeugen als Städte wie Washington, D.C. oder ganze Länder wie Litauen oder Uruguay pro Jahr benötigen“, erklärt Google-Chef Sundar Pichai.

Google baut neue Anlagen auf

Die Projekte erfüllen zudem die strengen „Additionality“-Kriterien des Konzerns. Das bedeutet, dass Google keinen Strom aus bereits bestehenden Wind- und Solaranlagen bezieht, sondern neue Projekte aufbauen wird. Dabei soll es sich unter anderem um Solar-Farmen in North Carolina, South Carolina und Texas sowie Projekte in Finnland, Schweden, Belgien und Dänemarkt handeln.

„Neben unseren eigenen Projekten arbeiten wir daran, erneuerbare Energien mainstream-tauglich zu machen und die Hürden für diejenigen, die diese Energien nutzen wollen, abzubauen“, so Pichai weiter.

Der Konzern kündigte deshalb auch zwei neue Fonds an, um Unternehmen den Zugang zu sauberen Energiequellen zu ermöglichen. Eine halbe Million Dollar sicherte Google der Renewable Energy Buyers Alliance (REBA) in den USA zu, eine halbe Million Euro der RE-Source in Europa. 

CO2-neutral seit 2007

Google selbst arbeitet nach eigenen Angaben seit 2007 CO2-neutral. Im Jahr 2017 sei es dem Konzern erstmals gelungen, seinen gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Auch andere Konzerne nutzten den heutigen Tag, um auf das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen: So kündigte auch Amazon an, bis zum Jahr 2040 CO2-neutral arbeiten zu wollen. /oh

Gemälde ohne Maler

Ein Jahr ist es her, da wurde in New York für sehr viel Geld ein Gemälde versteigert, dessen Maler niemand kennt und auch niemals kennen wird. Denn es gibt hinter diesem Werk keinen Autor, es gibt nur einen Algorithmus, er hört auf den possierlichen Namen min G max D Ex[log(D(x))]+Ez[log(1-D(G(z)))] und hat das Porträt entsprechend signiert. Manchen kam das vor wie ein Epochenbruch.

Die ganze Story erzählt ihnen Die Zeit Nr. 39/2019

Filme von Fred Kogel

Leonine soll das bisher namenlose Filmstudio von Fred Kogel und Finanzinvestor KKR heißen, schreibt Thomas Lückerath. Der Sender Tele 5, der Streaming-Dienst Filmtastic sowie die Produktionsfirmen Wiedemann & Berg Film, Odeon Film und i&u TV sollen unter ihren bisherigen Marken tätig bleiben. /dwdl

Blick in Presse

- Anpassungen: Bundesrat hat heute zahlreiche Anpassungen an die DSGVO beschlossen, darunter die Pflicht zur Benennung eines Datenschutzbeauftragten. /oh

- Facebook: Neue Kamera filmt Zuschauer vor dem Fernseher

- Huawei zeigt sein Google-loses Smartphone

- Apple Watch 5: Prozessor bleibt unverändert

- Nachbarschafts-App jetzt mit Freundlichkeits-Warner

- Fortnite: Batman ist reif für die Insel

- Nordkorea will eigene Bitcoins

Viel Spaß beim Lesen!

Thema: Transformation

Industrielle Evolution: Rund um den Globus sind im Jahr 2018 rund 16,5 Milliarden US-Dollar in den Kauf von Industrie-Robotern geflossen. Deutschland ist in Europa führende Roboter-Nation – dank der Autoindustrie.

Die Automatisierung der Industrie nimmt Fahrt auf. 422 000 verkaufte Industrie-Roboter hat die International Federation of Robotics (IFR) im vergangenen Jahr gezählt – Rekord. Dem aktuellen World-Robotics-Bericht zufolge gab die Industrie dafür weltweit 16,5 Milliarden Dollar aus. Die Investitionen in diesen Bereich sollen in den kommenden Jahren steigen. 2022 rechnet die IFR schon mit 584 000 verkauften Einheiten. 2013 waren 178 000 Industrie-Roboter verkauft worden.

Industrie-Roboter: Autoindustrie als Treiber

Die Industrie-Roboter kommen vor allem in fünf Ländern zum Einsatz, die drei Viertel des Gesamtmarktes für sich beanspruchen. Neben China sind das Japan, die USA, Südkorea und Deutschland. China dominiert mit 154 000 neuen Robotern und Investitionen von 5,4 Milliarden Dollar den Markt für Industrie-Roboter. Deutschland ist mit 26 700 verkauften Robotern im vergangenen Jahr in Europa die Nummer eins.

Geht es danach, wie hoch der Anteil von Robotern in Fabriken ist, ist Deutschland hinter den führenden asiatischen Ländern Singapur und Südkorea mit 338 Robotern pro 10 000 Fabrikarbeitern die Nummer drei der Welt, noch vor Japan und den USA. Deutschlands hoher Automatisierungsgrad ist vor allem von der Autoindustrie getrieben und kostet vor allem den Job von männlichen Beschäftigten.

In Deutschland wurden in diesem Bereich 2018 knapp 16 000 neue Industrie-Roboter in Betrieb genommen, berichtet der EU- Gesamtbetriebsrad für genderbasierte Erhebungen.

Insgesamt macht die Autoindustrie fast 30 Prozent des Gesamtmarktes aus. Bei den Umsätzen mit Industrie-Robotern ist die Software übrigens nicht mit eingerechnet.

Die IFR hat in einer weiteren Analyse auch die Verbreitung von sogenannten Service-Robotern unter die Lupe genommen. Demnach wurden 2018 Roboter für professionelle Zwecke und Haushaltsroboter im Wert von 12,9 Milliarden Dollar verkauft.

Der Markt für die Service-Roboter soll noch schneller wachsen als jener für Industrie-Roboter. Die IFR erwartet für 2022 eine Steigerung der Investitionen auf über 45 Milliarden Dollar. Knapp die Hälfte davon machen Ausgaben für Service-Roboter im Logistik-Bereich aus. Das dürfte nochmals knappe 50 Prozent männlicher Beschäftigter den Arbeitsplatz kosten. Off the records gesprochen raten Experten daher zu (weiblichen) Doppel- Besetzungen, um eine Dame von beiden zu ersetzen. Einfache Rechnung, von der die wenigsten Betriebsräte bisher Kenntnis hätten. So bliebe einviertel von Positionen am Ende erhalten, ohne große Widerstände beim Rest von Belegschaft zu erzeugen.

Transformation habe aber noch viele weitere unternehmerische Spieltheoriemöglichkeiten. Mit ein paar Tricks, der passenden Software und einem internen Team von Strippenziehern ... Sie ahnen es bereits. Ein Psychologe rät daher dazu, sich persönlich zugestellt auf alle Geschlechter einzulassen. Das erhöhe die Chance, irgendwann einmal dazuzugehören und auch im Arbeitsprozess weiter zukommen.

/trLOL

Thema:Transformation

Die digitale Transformation erzeugt alle möglichen Reaktionen – Angst, Bedenken, Begeisterung und manchmal sogar Zuversicht. Doch noch bevor Sie Kunden mit digitaler Technologie begeistern, müssen Sie Ihre Mitarbeiter dafür gewinnen. Berater Kay Schmidhuber über erfolgreiche Kommunikation im Change-Prozess. /Report

GuteIdeeSehr

Wenn schon Auto, dann elektrisch: Die Kaufprämie für Elektrofahrzeuge soll erhöht werden – vor allem für kleinere Wagen, die bis zu 30 000 Euro kosten. Wer aufgrund fehlender Ladeinfrastruktur liegen bleibt, bekommt rabattierten Zugang zur Senator-Card des ADAC-Abschlepperdienstes. /gs

19. September 2019

Thema:Transformation

Als Leony Leon wurde: Er ist 16, als er feststellt, dass der weibliche Körper und sein alter Name, Leony, nicht stimmen. Leo outet sich und ­beginnt, als Mann zu leben – mit allen Konsequenzen.

Wir haben ihn bei seiner Transformation eine Zeit lang begleiten dürfen und in sein Inneres geschaut. Was geschieht mit einem Menschen, wenn er eine solch einschneidende Tat an seinem Körper vornehm en lässt und sich auf die Reise zu einem Mann macht, von dem er glaubt, er gehöre zu ihm.
Ändern sich neben Verhaltensweisen womöglich sogar seine Essgewohnheiten. Geht damit ein Traum in Erfüllung oder beginnt womögloch ein Alptraum.

Tagebuch einer menschlichen Transformation. /sz magazin

Junge Loite streben ins Bekker-Handwerk

Immer mehr junge Loite wollen Bäcker werden. Die Innung selbst kanns kaum glauben, "so viele Bewerbungs-Briefe wie in diesem Jahr haben wir noch nie erhalten", sagt Sprecher Haerman von den Chef-Azubis. Man müsse schon einige der Anwärter nach Übersee verweisen. In Nordamerika gäbe es noch freie Positionen. Vor allem im Bundesstaat Taxes würden noch viele Jungs für Knete, Teigrühren und Verkauf gesucht. Das frühe Aufstehen mache den wenigsten etwas aus. "Die sind dafür alle durchgecheckt worden und tauglich", so Sprecher Haerman weiter. Er selbst sei im jugendlichen Alter gewandert und Götes Weisungen gefolgt "lerne und über dich in fremden Kulturen" das habe ihm nicht geschadet sondern immer weiter beruflich nach vorne gebracht Er stünde damit heute auf der Stufe von Erzengel Gabriel

/sbs

Wissenswert
Mit fast 700 Standorten rangiert die Bäckerei-Tochter K&U der Edeka Südwest auf Platz 1 der Rangliste der 20 größten Backwaren-Filialisten in Deutschland. Doch die voranschreitende Privatisierung nagt an der Filialzahl. Das Ranking

Edeka Südwest (vorm. K&U), Neuenburg

Filialen 2018

695

Veränderung zum Vorjahr

-115

Schäfers, Porta Westfalica

Subway, Köln

Steinecke, Mariental

Valora (u.a. Backwerk, Ditsch), Essen

H. von Allwörden, Mölln

Kamps, Schwalmtal

Unser Heimatbäcker, Pasewalk

Bachmeier, Eggenfelden

Wünsche, Gaimersheim

Filialen 2018

271

Veränderung zum Vorjahr

-3

Brüder Oebel, Würselen

Ihle, Friedberg

Bumüller, Hechingen

Heberer, Mühlheim a,M.

Filialen 2018

221

Veränderung zum Vorjahr

2

Büsch, Kamp-Lintfort

Sehne, Ehingen

Junge Die Bäckerei, Lübeck

Görtz, Ludwigshafen

Hofpfisterei, München

Höflinger Müller, Neufahrn

Stichtag: 31.12.2018

Quelle: Back Business



AU kommt bald digital

Digitale Lösung für Krankmeldungen: Die Regierung will für Krankmeldungen von Beschäftigten den „gelben Schein“ auf Papier abschaffen und durch eine digitale Bescheinigung ersetzen. Krankenkassen sollen Arbeitgeber elektronisch über Beginn und Dauer der Arbeitsunfähigkeit eines Arbeitnehmers informieren.

Die Regelungen sollen zum 1. Januar 2021 in Kraft treten und sind Teil eines Gesetzes, das Unternehmen durch verschiedene Maßnahmen pro Jahr mindestens 1,1 Milliarden Euro sparen soll. Auch bei elektronisch gespeicherten Steuerunterlagen soll es Erleichterungen geben. Bei Hotelübernachtungen ist ein digitaler Meldeschein vorgesehen./faz

Goggel findet jede:n

Google Search bringt dich direkt zu Schlüsselmomenten von Videos

Ab jetzt können Suchende bei Google spezifische Momente in Videos unmittelbar ansehen. Dabei helfen die Creators mit Time Stamps.

Wenn ein Video gesucht wird, wollen die Nutzer es oft von Anfang bis Ende sehen. Das gilt aber nicht für jeglichen Bewegtbild-Content. Bei How-tos zum Beispiel, bei Dokumentationen oder Spielberichten, vielleicht auch bei anderen Erklärvideos interessiert den User vielleicht nur eine bestimmte Sequenz. Dank Google können diese nun in der Suche gefunden werden. Die Suche nach Videoinhalten bei Google Search ändert sich deutlich.

Schlüsselmomente der Videos schnell finden

Google verändert die Suche nach Video-Content grundlegend und startet dabei mit englischsprachigen Videos. Das Update ermöglicht Nutzern, in der Suche bereits einzelne Szenen oder Sequenzen aus den Videos via Link anwählen zu können. Du möchtest nur ein Tor aus dem im Video gezeigten Spiel sehen oder nur eine Übung aus dem Yoga Workout machen? Das und vieles mehr würde so deutlich einfacher. Zudem können die über Time Stamps im Video markierten Video-Elemente Aufschluss darüber geben, ob die gesuchte Information oder der gesuchte Inhalte überhaupt im Video auftaucht.

Wer einen Screen Reader nutzt, hat somit ebenfalls eine bessere Video Experience zu erwarten. Die Links zu den Schlüsselmomenten tauchen in der Suche zunächst für Videos auf, die auf Englisch gesucht werden. 

Voraussetzung ist, dass die Creators bestimmte Szenen mit Time Stamps in der Videobeschreibung markieren – sie sind also für die Sichtbarkeit einzelner Videoabschnitte verantwortlich. 

Dazu gibt Google eine neue Möglichkeit, um mit einem Markup das Suchen nach einzelnen Elementen des Videos zu erleichtern. So sollen mehr Creators dazu bewogen werden, den Nutzern diese einfache Lösung anzubieten.

Demnach sollen die Schlüsselmomente aus Videos von Publishern weltweit in der Googlesuche einfach gefunden werden können, sofern sie auf das Markup setzen. Dann sind sie vorbei, die Zeiten, in denen diverse Videos nach dieser einen Szene durchkämmt werden. Spannend ist die Frage, wie sich das auf das Video Marketing auswirkt. Werden auch bei kurzen Szenen Pre-Rolls etc. gezeigt? Alles andere würde eine Disruption der Videorezeption bedeuten, die Marketer und womöglich auch Creators weniger freuen dürfte als utzer

Handy rein, Geschenkkarte raus

MediaMarkt testet Automaten, die alte Designer-Handys gegen Geschenkschuhkarten tauschen

Glaubt man dem Branchenverband Bitkom, lagen Anfang 2018 rund 124 Millionen Alt-Handys ungenutzt bei Kunden herum. Dabei ist eine fachgerechte Entsorgung wichtig, denn in den Geräten sind wertvolle Rohstoffe wie etwa Gold, Palladium oder auch Kobalt verbaut, die durch ein Recycling wieder genutzt werden können.

Um zu verhindern, dass Altgeräte auch wirklich nicht im Hausmüll landen, und um Kunden das Recycling schmackhaft zu machen, hat der Elektronikriese MediaMarkt nun eine Neuheit an gekündigt./kb

17. September 2019

Verkehswende: Fliegen ohne Pilot

Daimler-Chef hält Flugtaxis für Lösung in Städten, um Verkehrsprobleme in den Metropolen zu lösen. „Ich bin überzeugt, dass wir auf diese Weise das Stauproblem in den Städten auf spezifischen Strecken lösen können“, sagte der Daimler-Chef Ola Källenius jetzt vor einem Testflug des Volocopters in Stuttgart. Gut vier Minuten lang drehte das elektrisch angetriebene Vehikel, das mit seinen 18 Rotoren aussieht wie eine Mischung aus Hubschrauber und Drohne, vor dem Mercedes-Museum seine Runden. Der Volocopter flog dabei ohne Passagiere. Ein Pilot steuerte das Fluggerät vom Boden aus. Der Flug war Teil eines Forschungsprojekts zur Akzeptanz von Flugtaxis. An dem Bruchsaler Start-up ist auch der Autobauer Daimler beteiligt. Perspektivisch sollen die Flugtaxis autonom - also ohne menschliches Eingreifen - fliegen. Für einen kommerziellen Betrieb von Flugtaxis fehlt aber noch die Genehmigung. Volocopter-Chef Florian Reuter rechnet damit in zwei bis drei Jahren. Flüge ohne Pilot dürften noch länger auf sich warten lassen. (dpa)

Lesen Sie auch
Flugtaxis, Seilbahnen und Wasserbusse für Verkehrswende /ntv

16. September 2019

Blick in die Presse

Kraftfahrt-Bundesamt droht Zwangsgelder gegen Audi an /sz

VW kommentiert "Spekulation" über Audi-Spitzenwechsel nicht /sz

Germany's car watchdog sets Audi ultimatum to remove illegal diesel software: /rtr

Mehr Klimaschutz im Verkehr: Scheuer plant Milliardenpaket /welt

Verkehr soll auf Luft- und Wasserwege ausweichen /n-tv

BVG zieht positive Zwischenbilanz zu selbstfahrendem Bus/rbb

Kreativ? So arbeiten Taxifahrer mit Berlkönig-Konkurrenz zusammen /rbb

Verkehr in München: Uber bietet jetzt auch Leih-E-Bikes an /sz

Sicherheitsbedenken im A320neo: Lufthansa lässt letzte Reihe frei /zdf

Klassiker mit Fortsetzung

Über dreißig Jahre war Margaret Atwoods Roman Report der Magd nur ein feministischer Klassiker unter anderen – die Darstellung eines totalitären Staates, in dem Frauen brutal zu Gebärmaschinen erniedrigt wurden.

Dann kam der Mann, der sich damit brüstete, Frauen an die »pussy« zu fassen, und plötzlich startete das Buch zu einem fulminanten zweiten, aus der Literatur in die Politik überspringenden Leben. Und völlig überraschend kehrte Atwoods Roman für mehr als achtzig Wochen auf die Bestsellerliste der New York Times zurück, mit mehr als drei Millionen verkauften Exemplaren nach 2016.

Nun gibts die Fortsetzung:
Margaret Atwood: Die Zeuginnen. Roman; aus dem Englischen von Monika Baartz; Berlin Verlag, Berlin 2019; 576 S.; 25 Euro, als E-Book 22,99 Euro.

Maschine einfach verrückt

Bosch hat auf der Automesse IAA eine Kamera vorgestellt, die mit Künstlicher Intelligenz arbeitet. Damit will der Zulieferer seinem Zukunftsgeschäft autonomes Fahren ohne Assistenten neuen Aufschub geben – wie das funktionieren soll, erläutert  TG /mehr

Sexismus am Arbeitsplatz

378 Journalistinnen und 254 Journalisten beantworteten die Frage, ob sie bei der Arbeit mit Sexismus konfrontiert seien.

80 Prozent der Teilnehmerinnen sowie 44 Prozent der Teilnehmer sagten Ja. Männer berichten vorwiegend von Sexismus-Vorfällen gegenüber Frauen, die sie mitbekommen haben.

Gleichzeitig veröffentlicht die «SonntagsZeitung» ein Gespräch zum Thema mit Steffi Buchli, Programmchefin von My Sports, «10 vor 10»-Moderatorin Susanne Wille, Tamedia-Redaktorin Tina Huber und der freie Journalist Alain Gfeller.

Darin ergänzte Wille die Ankündigung, dass die SRG Diversität und Gleichstellung in der Unternehmensstrategie festhält. «Die Themen werden nicht einfach in einer Charta oder in einer Grundsatzerklärung festgehalten, sondern sollen fester Teil unseres Selbstverständnisses werden», sagt sie. Man könne sich bei kleinen Änderungen auf diese Strategie berufen. Flexible Arbeitszeitmodelle, Jobsharing, Homeoffice. Dass Sitzungen nicht mehr zu Zeiten stattfinden, zu denen man Kinder in die Betreuung bringen oder sie abholen müsse. /wib

15. September 2019

Tolle Idee: Werbung auf Gehwegen

Twitter hat in San Francisco putzige Tweets mit Kreidespray auf die Fußwege gepostet. Die Putzfinken von der Stadtreinigung, nirgendwo große Freunde von (Dreck-)Spatzen, sind wenig amüsiert – Twitter habe ja wohl genug Geld für reguläre Werbung. Richtig. Gut gemeckert.
ABER:
Malangsam ihr Leut, unsere Lieben Kiddis krizzeln doch auch mit Kreide auf die Gass und alle haben große Freude dran. Also liebe Parents, ganz ruhig. /braunR

Lügen mit System

"Spiegel"-Autor Spiegel-Autor Juan Moreno veröffentlicht heute das Buch Tausend Zeilen Lüge – das System Relotius und der deutsche Journalismus. Das Werk sei spannend, aber nicht voyeuristisch sowie dokumentarisch, aber nicht trocken, rezensiert die "Süddeutsche Zeitung". /sz

14. September 2019

Heute wichtig

Neben Berlin bringt sich jetzt auch Köln ins Spiel um die Frankfurter Automobilmesse. /faz

Geflügelkonzern will Tiere mit Insekten mästen spiegel.de

Der Finanzaufsicht Bafin wurden in den letzten zwei Jahren knapp 500 IT-Sicherheitsvorfälle bei Banken gemeldet. /Blatt

Die IT-Digitalisierungs- und Bauabteilungen im Bundesinnenministerium (BMI) ziehen an einen gemeinsamen Standort. Wie die Digital-WG zustande kam und was sich das BMI davon erhofft. /tg

Für Regierung geht es um mögliche Schadensersatzzahlungen in Millionenhöhe – für Verleger und Google um viel größere Summen. Dad Leistungsschutzrecht. Was das ist?/ lesen

Wie wird der Einsatz von Technologien wie KIBig Data und Blockchain die Verwaltung verändern? Eine Stellungnahme des Entwicklungslabors Rheinland-Pfalz skizziert zwei mögliche Zukunftsszenarien für 2050. /lesen

ElektroautosDie profitabelsten Autos des Jahres. Keines kommt auf einen besseren Wert als der Porsche 911.

Medienkonzern senkt Rendite fürs Alter - zinsbereinigt

Nach dem Einstieg des US-Finanzinvestors KKR drohen den Mitarbeitern des Berliner Medienkonzerns Axel Springer Einschnitte. Vorstandschef Mathias Döpfner will ab 2020 die Verzinsung für die betriebliche Altersvorsorge senken, um sie an die "wirtschaftlichen Rahmenbedingungen" anzupassen./sbs

Haddu Kekse?

Die "Autoreifenkekse" Oreo von Bastian Pastewka lassen sich in den USA jetzt im Rahmen einer digitalen Kampagne auch per Alexa bestellen. Bei "Mystery Oreo" müssen die Konsumenten raten, wie eine neue Sorte schmecken wird. Dabei gibt es nicht nur etwas zu gewinnen, die Kekse können auch gleich per Sprachkommando bestellt werden.
/th

13. September 2019

IAA in der Kritik

Brauchts diese Frankfurter Auto-Show eigentlich noch, die Hersteller setzen inzwischen eh lieber auf eigene Events, um ihre Modelle einem ausgewähltem Publikum zu präsentieren. Im Vorfeld der Messe wurde jetzt sogar dem Frankfurter Oberbürgermeister Feldmann kurzfristig ein Redeverbot bei der Eröffnung der Messe erteilt. So etwas gabs noch nie.

Kein blaues Wunder also, es rollen nun massive Protestwelle auf Frankfurter Messe zu.

Fridays for Future hat die Autoschau IAA bereits erreicht. Wie schon bei früheren IAAs sind Deutsche Umwelthilfe, der BUND, Greenpeace, der Verkehrsclub Deutschland oder Attac mit ihren Protestlern vor Ort. In diesem Jahr gesellt sich zu den Kritikern das Bündnis „Sand im Getriebe“.

Die IAA sei Symbol einer überalterten Verkehrsordnung, sei kein Akteur der Verkehrswende, Elektrofahrzeuge seien eh nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Das Bündnis will daher die Zufahrten zur Messe blockieren - „friedlich, ruhig und besonnen“ - mit jeder Menge guter Argumente für alternative Verkehrskonzepte in den Taschen.

Besucher sollten also besser auf öffentliche Verkehrsmittel verzichten, auf jeden Fall den rmv.de nach Rad fragen, aber unbedingt ihren CO2- SUV außerhalb vom Frankfurter Stadtgebiet parken. Dann wird alles gut.

P.S. Bitte denken Sie vorm Aufbrechen zur Messe daran, in Frankfurt gibt es nicht nur Millionen Pendler, dort wohnen auch Kinder, alte Menschen, kleine Tierchen wie Käfer und Grashüpfer, die saubere Luft zum Leben benötigen. Und Nachbar der Erde ist immer noch der Mond. Machen sie also mit bei #gutesgewissenkultur.

Danke.
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