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6. Juni 2019

Alle haben mehr. Wirklich?





Nürnberg. Die schwächere Konjunktur hat zum Jahresbeginn die Zahl der Überstunden in deutschen Betrieben leicht sinken lassen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2018 sei der Umfang der Mehrarbeit sowohl in ihrer bezahlten als auch unbezahlten Variante pro Beschäftigtem im Schnitt um 0,4 Stunden zurückgegangen, berichtete jetzt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das IAB ist das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit. Die Beschäftigten leisteten von Januar bis März im Schnitt 6,4 bezahlte und 6,0 unbezahlte Überstunden. Das IAB beruft sich dabei auf eine repräsentative Wiederholungsbefragung von 30.000 Personen. Insgesamt registrierten die Arbeitsmarktforscher im ersten Quartal 260,8 Millionen bezahlte und 244,0 Millionen unbezahlte Überstunden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 273,4 Millionen bezahlte Überstunden und 256,8 Millionen unbezahlte Überstunden gewesen. "Die Zahl der Überstunden geht mit der konjunkturellen Abschwächung seit dem vergangenen Jahr zurück", sagt IAB-Arbeitsmarktforscher Enzo Weber. Echt. Sensationell neue Erkenntnis.
Insgesamt aber arbeiteten die Deutschen gemessen an der Arbeitszeit aller Beschäftigten im ersten Quartal deutlich mehr. Das sogenannte Arbeitsvolumen stieg zum Jahresbeginn 2019 auf 15,606 Milliarden Stunden - laut IAB ein Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2018. Die individuelle Arbeitszeit der Beschäftigten stieg allerdings nur leicht. Die Anstieg der Gesamtarbeitszeit sei vielmehr auf die im Vergleich zum Vorjahr wachsende Zahl der Erwerbstätigen zurückzuführen. Diese kletterte laut IAB binnen Jahresfrist von 44,37 auf 44,851 Millionen. Das entspricht einem Plus von 1,1 Prozent.

Was wollen die Forscher der Elfenbeinbehhöre aus Nürnberg damit bloss ausdrücken?
Weniger Geld für mehr "Arbeitnehmer" bzw, "Mitarbeiter". Der Einzelne hat zwar weniger in der Tasche. Dafür haben alle, also die Gesamtheit der Erwerbstätigen, mehr. Schön wäre doch einmal hinzusehen, wer der Einzelne eigentlich ist.

Wenn diese Erkenntnis gut für sozialen Frieden wäre, wäre alles gut im Verteilungskampf ums liebe Geld, glauben wir. Da sind wohl ein paar Menschen einfach mal verschwunden. Einfach weg aus dieser amtlichen Statistik. Das teilen diese BAGger allerings nicht mit. Vielleicht mit dem Lover einfach mal abgesetzt, wohin, egal. Statistik stimmt. Wunder bare Familydays.

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